Vortrag & Lesung

Anlässlich des Welthospiztages
Wann: Donnerstag, 8. Oktober 2026 17.30 Uhr
Wo: Fipsforum, Werderstraße 36, 31224 Peine
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Zeit schenken, wenn sie besonders wertvoll ist

Fünf neue ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter verstärken künftig die Hospizbewegung Peine: Claudia Vennemann, Angela Klieme, Wiebke Helling, Jens Fröhlich und Andreas Köhler haben ihren Vorbereitungskurs bei den Koordinatorinnen Insa Meyer-Hamann und Anja Mücke abgeschlossen und nehmen nun ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf.

Die Beweggründe, sich auf diese besondere Aufgabe einzulassen, sind unterschiedlich. Gemeinsam ist den fünf neuen Ehrenamtlichen jedoch der Wunsch, Menschen gerade dann Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, wenn vieles nicht mehr verändert oder gelöst werden kann.

„Manchmal geht es einfach darum, einen Menschen ein Stück seines letzten Weges nicht allein gehen zu lassen“, beschreibt Claudia Vennemann ihre Motivation. Bei einer ersten Begleitung einer demenzkranken Frau habe sie erfahren, dass dafür nicht immer viele Worte nötig seien. Aufmerksamkeit, Nähe und Verlässlichkeit könnten ebenso wichtig sein.

Auch für Angela Klieme hat die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens den Anstoß gegeben. Bücher und Menschen aus ihrem Umfeld, die bereits in der Hospizarbeit tätig sind, weckten ihr Interesse. Aus dem Kurs nimmt sie auch für ihr eigenes Leben etwas mit: bewusster und achtsamer zu leben und positive Erinnerungen zu sammeln.

Andreas Köhler wurde durch die Beschäftigung mit dem Thema Dankbarkeit auf die Möglichkeit der ehrenamtlichen Sterbebegleitung aufmerksam. Erste Erfahrungen während des Kurses bestätigten ihn in seiner Entscheidung: Besonders die Gespräche und die Dankbarkeit, die ihm dabei begegneten, empfand er als bereichernd.

Auf ihre Aufgabe wurden die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Insa Meyer-Hamann und Anja Mücke vorbereitet. Dabei ging es nicht darum, für jede Situation eine Antwort zu lernen. Zuhören, wahrnehmen, aushalten, die eigenen Grenzen kennen und sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen einzulassen, gehören zu den Grundlagen der Begleitung.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizbewegung Peine e.V. begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen dort, wo sie leben oder versorgt werden – zu Hause, in Seniorenheimen oder im Krankenhaus. Auch An- und Zugehörige können Unterstützung und Entlastung erfahren.

Mit dem Abschluss des Kurses beginnt für die fünf neuen Ehrenamtlichen deshalb nicht nur eine neue Aufgabe. Sie stellen etwas zur Verfügung, das gerade am Ende eines Lebens besonders wertvoll sein kann: Ihre Zeit.

Wer sich für die Arbeit der Hospizbewegung Peine oder für eine ehrenamtliche Mitarbeit interessiert, kann sich an die Geschäftsstelle des Vereins wenden.

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